Fährtenhund


Die Prüfungsordnung der SKG (Schweizerische Kynologische Gesellschaft) kennt zwei verschiedene Typen von Fährtenhundeprüfungen. Bei der FH97-Prüfung werden neben den Gegenständen auch die Ausführung bewertet, bei der (alten) FH-Prüfung wird nur der Erfolg bewertet also die Gegenstände. Es handelt sich bei beiden Varianten um Fremdfährten.

Fährtenhund (FH)

Ausarbeiten einer etwa 2km langen, 4 Stunden alten Fremdfährte mit mindestens drei beliebigen Richtungsänderungen, drei Gegenständen, wovon der letzte etwa 10cm tief unauffällig im Boden vergraben ist. Alle Geländeformen sind möglich. Der Abgang ist auf einer Geraden von etwa 10m, beidseitig markiert, zu suchen. Die Gegenstände sind aus verschiedenem Material, wovon einer aus Metall, Länge etwa 20cm.

BewertungBedingungen
Vorzüglichalle drei Gegenstände
Sehr gutletzter (vergrabener Gegenstand) mit einem weiteren Gegenstand auf der Fährte
Gutzwei Gegenstände auf der Fährte; oder letzter (vergrabener) Gegenstand
Mangelhaftein Gegenstand auf der Fährte; ohne Gegenstand; Nichtbeendigung der Fährte innert 60 Minuten

AKZ-berechtigt (Prüfung bestanden) bei Qualifikationen 'vorzüglich' und 'sehr gut'.

Fährtenhund 97 (FH97)

Bei dieser Variante gibt es drei verschiedene Klassen. Total können 100 Punkte erreicht werden, 80 Punkte für das Halten der Fährte und 20 Punkte für die Nasenarbeit. Ab 96 erhält man ein 'vorzüglich', ab 90 ein 'sehr gut', ab 80 ein 'gut', ab 70 ein 'befriedigend', ab 39 ein 'mangelhaft' und darunter 'ungenügend'. Die Gegenstände sind aus verschiedenen Materialien, und max. 10cm lang, 3cm breit und 1cm dick. Erlaubt sind Freifährte oder 10m Leine.

SparteLängeAnzahl WinkelAnzahl GegenständeAlter der FährteErlaubte Ausarbeitungszeit
FH97 I1000 Schritte1 rechtwinkliger, 2 spitze, 1 Bogen490 min.20 Minuten
FH97 II1500 Schritte3 rechtwinklige, 2 spitze, 1 Bogen5120 min.30 Minuten
FH97 III2000 Schritte4 rechtwinklige, 2 spitze, 1 Bogen7180 min.40 Minuten

AKZ-berechtigt (Prüfung bestanden) ab 70 Punkten. Nach Erhalt des 1. AKZ kann in die nächst höhere Klasse aufgestiegen werden. Jeder Hund ist auf seine Unbefangenheit hin zu prüfen (analog IPO), aggressive und scheue Hunde müssen durch den PR von der Prüfung ausgeschlossen werden.

Copyright 1998 by Silvia Dierauer, CH-Egliswil, alle Rechte vorbehalten. Last update January 8th,1999.